Rentenrechner 2025
Wie viel gesetzliche Rente bekommst du? Trage Jahresbrutto, Beitragsjahre und dein Wunscheinkommen ein — der Rechner schätzt Entgeltpunkte, Monatsrente und Rentenlücke in Echtzeit.
Rentenrechner — Schnellschätzung
Formel: Entgeltpunkte = (Jahresbrutto ÷ 50.493) × Beitragsjahre. Rente = Punkte × 39,32 € × Abschlag. Abschlag: 0,3 % pro Monat Frührentner-Vorziehung. Rentenwert West 2025: 39,32 €. Durchschnittsentgelt 2025: 50.493 €. Keine Steuer, keine Kinderpunkte, keine Reha-Zeiten.
Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Die gesetzliche Rente in Deutschland beruht auf dem Entgeltpunkt-System. Jedes Jahr, in dem du in die Deutsche Rentenversicherung einzahlst, sammelst du Entgeltpunkte. Ein Entgeltpunkt entsteht, wenn du genau das Durchschnittseinkommen aller Versicherten verdienst — 2025 sind das 50.493 € brutto pro Jahr.
Verdienst du mehr, bekommst du mehr als einen Punkt pro Jahr. Verdienst du weniger, entsprechend weniger. Ein Beispiel: Mit 40.000 € Jahresbrutto sammelst du 0,79 Punkte pro Jahr (40.000 ÷ 50.493). Nach 35 Beitragsjahren wären das rund 27,7 Punkte insgesamt.
Die monatliche Bruttorente ergibt sich dann aus: Entgeltpunkte × aktueller Rentenwert. Der Rentenwert West beträgt seit dem 1. Juli 2024 39,32 € pro Punkt und Monat.
Rechenbeispiel: 35 Beitragsjahre à 48.000 € Jahresbrutto → 33,27 Punkte → 33,27 × 39,32 € = 1.308 € Bruttorente/Monat.
Wann lohnt sich Rente mit 63?
Seit 2014 können langjährig Versicherte mit mindestens 35 Beitragsjahren vorzeitig Altersrente beantragen. Der Haken: Pro Monat, den du früher in Rente gehst, werden 0,3 % der Rente dauerhaft abgezogen. Wer vier Jahre früher geht (48 Monate), verliert 14,4 % seiner Rente — für immer.
Besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren profitieren: Sie können zwei Jahre vor dem Regelrentenalter abschlagsfrei in Rente gehen. Zu diesen 45 Jahren zählen auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, Pflege und Erziehung von Kindern unter zehn Jahren.
Ob sich Rente mit 63 lohnt, hängt stark von der Lebenserwartung ab. Grob gilt: Bei einer Lebenserwartung von über 80 Jahren fährt man mit dem späteren Renteneintritt meist finanziell besser.
Was ist die Rentenlücke und wie schließe ich sie?
Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem gewünschten Lebensstandard im Ruhestand und der tatsächlichen gesetzlichen Rente. In Deutschland ersetzt die gesetzliche Rente im Durchschnitt nur 45–50 % des letzten Nettolohns — eine erhebliche Lücke für die meisten Arbeitnehmer.
Die drei wichtigsten Wege, um die Rentenlücke zu schließen:
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Entgeltumwandlung ist steuerfrei bis zu 3.624 € jährlich. Viele Arbeitgeber zahlen einen Zuschuss von mindestens 15 %.
- Private Vorsorge (ETF-Sparplan, Rürup): Rürup-Beiträge sind 2025 bis zu 29.344 € steuerlich absetzbar. Ein ETF-Sparplan ab 100 € / Monat kann über 30 Jahre erhebliches Kapital aufbauen.
- Länger arbeiten: Jedes zusätzliche Beitragsjahr bringt rund 39,32 € mehr Monatsrente und reduziert gleichzeitig die Zeit, die das Ersparte reichen muss.
Wie viele Rentenpunkte brauche ich?
Eine häufige Faustregel: Für 1.000 € Bruttorente brauchst du rund 25,4 Entgeltpunkte (1.000 ÷ 39,32). Wer 2.000 € anstrebt, benötigt rund 50,9 Punkte — was einem Durchschnittsverdienst über etwa 51 Jahre entspricht.
Realistischer Anhaltspunkt für Gutverdiener: Wer 40 Jahre lang 60.000 € Jahresbrutto verdient, sammelt rund 47,5 Punkte und kommt auf eine Bruttorente von ca. 1.868 €. Dieser Wert liegt deutlich über dem deutschen Durchschnitt der tatsächlich ausgezahlten Renten (ca. 1.200–1.400 €).
Szenarien vergleichen? Pensivo macht das auf dem iPhone.
Rentenbescheid importieren, Rente mit 63 vs. regulär vergleichen, Inflation einrechnen, ETF und bAV in der Rentenlücke gegenüberstellen — alles lokal, ohne Cloud.
Weitere Rechner
Häufige Fragen zum Rentenrechner
Wie viel Rente bekomme ich für 1 Rentenpunkt?
1 Entgeltpunkt entspricht 2025 in den alten Bundesländern 39,32 € monatlicher Bruttorente. Wer 45 Jahre lang genau das Durchschnittseinkommen verdient, kommt auf ca. 45 Punkte und damit rund 1.769 € Bruttorente.
Wie viele Rentenpunkte brauche ich für 2.000 € Rente?
Bei einem Rentenwert von 39,32 € benötigst du rund 50,9 Entgeltpunkte für 2.000 € Bruttorente. Das entspricht ca. 51 Jahren Durchschnittsverdienst — oder weniger Jahren mit überdurchschnittlichem Einkommen.
Kann ich mit 63 in Rente gehen?
Ja, mit mindestens 35 Beitragsjahren. Der Abschlag beträgt 0,3 % pro Monat — also bis zu 14,4 % bei vier Jahren früher. Mit 45 Beitragsjahren ist zwei Jahre vor Regelalter abschlagsfrei möglich.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen gewünschtem Ruhestandseinkommen und gesetzlicher Rente. Sie beträgt für viele 40–60 % des letzten Nettoeinkommens und muss durch bAV, Riester, Rürup oder ETF-Sparpläne geschlossen werden.
Was ist der aktuelle Rentenwert 2025?
Der Rentenwert West beträgt seit Juli 2024 39,32 € pro Entgeltpunkt und Monat. Ost und West sind seit 2024 vollständig angeglichen. Der Wert wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst.
Wie bekomme ich meine genauen Rentenpunkte?
Die DRV schickt ab dem 27. Lebensjahr jährlich eine kostenlose Renteninformation. Dort stehen deine bisher erworbenen Entgeltpunkte. Anfragen auch unter 0800 1000 480 70 (kostenlos) oder online unter deutsche-rentenversicherung.de.
Wie wirkt sich Teilzeit auf die Rente aus?
Bei 50 % Teilzeit sinken die Rentenpunkte proportional — auf 0,5 Punkte pro Jahr statt 1,0. Über 30 Jahre ergibt das rund 15 Punkte weniger, also ca. 590 € weniger Monatsrente. Der Teilzeitabschlag wirkt dauerhaft.
Kann ich freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen?
Ja. Selbstständige und Nicht-Pflichtversicherte können freiwillig einzahlen (2025: 100,07 bis 1.404,30 € pro Monat). Pflichtversicherte ab 50 können zudem Ausgleichsbeträge für vorzeitige Abschläge einzahlen.
Was bringt 1 zusätzliches Arbeitsjahr an Rente?
Ein Jahr Arbeit zum Durchschnittseinkommen (50.493 €) bringt 1 Entgeltpunkt — also 39,32 € mehr Monatsrente. Auf 20 Rentenjahre summiert sich das auf rund 9.437 € zusätzliche Rentenleistung.
Warum weicht mein Ergebnis vom DRV-Bescheid ab?
Der Schnellrechner kennt keine Kindererziehungszeiten (2 Punkte pro Kind bis 3 Jahre), Pflegezeiten, Schul-/Ausbildungszeiten, Krankenphasen oder Versorgungsausgleiche. Die DRV-Renteninformation ist für maßgebliche Werte heranzuziehen.